Stromspar-Tipps: Mehr Akkulaufzeit bei iPhone & Android

Stromspar-Tipps: Mehr Akkulaufzeit bei iPhone & Android

    Die Zahl der Besitzer von Smartphones nimmt immer mehr zu. Experten gehen davon aus, dass in wenigen Jahren fast alle verwendeten Handys zur Kategorie Smartphone gehören werden. Die Geräte sind unter anderem so beliebt, weil sie Alleskönner im Hosentaschenformat sind. So praktisch die Geräte auch sind, haben sie doch eine Schwachstelle: der Akku wird zu schnell leer.

    Woran liegt das?

    Einer der Gründe sind die vielen Funktionen, die von den Geräten ausgeführt werden können. Mit den ersten Handys konnte man nur telefonieren und SMS senden und empfangen. Deren Akkus hielten problemlos mehrere Tage, Werte von denen Besitzer von Smartphones nur träumen können. Das liegt daran, dass die Erweiterung der Akkukapazität mit der Erweiterung des Funktionsumfangs nicht mithalten konnte. Ein anderer Grund liegt darin, dass mehrere Funktionen gleichzeitig laufen, oft sogar unbemerkt im Hintergrund, und dabei Strom verbrauchen. Zum anderen geht gegenwärtig der Trend in Richtung große Displays. Wenn diese auch viele Vorteile haben, besitzen sie doch den entscheidenden Nachteil, dass sie mehr Strom benötigen und somit den Akku mehr beanspruchen.

    Wie kann man Strom sparen?

    Dafür gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Einer der größten Stromfresser bei jedem Smartphone ist das Display. Um den Akku zu schonen, sollte die Helligkeit so weit wie möglich reduziert werden. Wenn beispielsweise Musik gehört oder telefoniert wird, braucht man normalerweise kein strahlend helles Display. Es kann sich durchaus lohnen, die Anpassung der Bildschirmhelligkeit vom automatischen zum manuellen Modus umzuschalten und das Display dunkler zu stellen. Eine weitere Möglichkeit zum Stromsparen besteht darin, die Zeit bis zum automatischen Abschalten des Displays zu verkürzen. Wenn die letzte Eingabe gemacht worden ist, läuft ein Timer, der das Display nach einer festgesetzten Frist ausschaltet. Diese Zeit kann den individuellen Gewohnheiten des Nutzers angepasst werden. Andere Stromfresser sind beispielsweise Bildschirmschoner. Sie bringen keinen Nutzen und sollten deaktiviert sein. Prinzipiell sollten alle Anwendungen geschlossen werden, die nicht benötigt werden. Wenn man zum Beispiel nicht im Internet surft, besteht kein Grund, die Funktion WLAN oder mobile Datenübertragung eingeschaltet zu lassen. Dasselbe gilt auch für den Standortdienst über GPS. Was nicht genutzt wird, sollte ausgeschaltet sein. Die Bluetooth Funktion ist ebenfalls ein großer Stromfresser. Am besten überzeugt man sich von Zeit zu Zeit, dass sie ausgeschaltet ist.

    Was kann man noch tun, um den Akku zu schonen?

    Sowohl beim iPhone als auch bei Handys mit Android OS kann man in den Einstellungen nachsehen, welche Funktion wie viel Strom verbraucht. Stromfresser können so identifiziert und nach Möglichkeit abgeschaltet werden. Ehe man sich eine neue App herunter lädt, sollte man sich die Bewertungen durchlesen und von Apps mit hohem Stromverbrauch besser die Finger lassen. Oft ist die Kaufversion einer App sparsamer als das Gratis-Angebot, da bei letzterem häufig Werbung eingeblendet wird, die viel Energie benötigt. Der Akku wird auch geschont, wenn er möglichst keinen extremen Temperaturen ausgesetzt wird. Moderne Akkus sind bei Zimmertemperatur am leistungsfähigsten. Bei zu hohen oder tiefen Temperaturen verlieren sie schnell an Kapazität. Im Sommer sollten Smartphones daher nie über längere Zeit der direkten Sonne ausgesetzt sein (insbesondere nicht auf dem Armaturenbrett im Auto) und im Winter bei längerem Aufenthalt im Freien in einer Tasche dicht am Körper getragen werden.

    Was, wenn der Akku trotzdem leer wird?

    Für Nutzer, die häufig reisen, lohnt sich unter Umständen die Anschaffung einer Powerbank. Mit Hilfe dieser Zusatzakkus kann das Smartphone unterwegs nachgeladen werden, selbst wenn es keinen Zugang zum Stromnetz gibt oder ein KfZ Ladekabel nicht zur Verfügung steht. Die verschiedenen Modelle der Powerbank haben unterschiedliche Kapazitäten. Optimal sind Geräte, mit denen das Handy mehrmals geladen werden kann. Als Faustregel sollte man sich für eine Powerbank entscheiden, deren Kapazität das Zwei- oder Dreifache der Kapazität des Handy-Akkus beträgt. Sollte man unterwegs sein, der Akku fast leer und keine Möglichkeit zum Nachladen bestehen, ist es besser, das Handy vollkommen auszuschalten und somit den Akku zu schonen. Falls man einen dringenden Anruf machen will, schaltet man das Gerät kurzfristig wieder ein. Auf diese Art kann man wenigstens noch Notrufe tätigen, auch wenn der Akku fast leer ist.

    Titelbild © George Dolgikh – shutterstock.com

    Categories: Allgemein

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