Handynutzung im Ausland: Tipps fürs Roaming

Handynutzung im Ausland: Tipps fürs Roaming

    Innerhalb der EU ist die Handynutzung inzwischen vergleichsweise günstig. Außerhalb Europas lauern bei Telefonie, SMS und Internetnutzung jedoch einige Fallstricke, die es zu beachten gilt. Gerade das Surfen kann schnell ins Geld gehen.

    Kostenfallen vermeiden und sparen

    Jeder kennt es: Im Urlaub wird fleißig mit der Heimat telefoniert und später droht die dicke Telefonrechnung. Um das zu vermeiden, sollten Reisende ihr Telefonverhalten kennen und auf ein Minimum begrenzen. Gerade außerhalb der EU ist es wichtig, sich ein Limit zu setzen und beispielsweise den Eurotarif zu wählen. Dessen Leistung reicht für die tägliche SMS nach Hause vollkommen aus und ist vergleichsweise günstig. Anders sieht es mit ausländischen Datenpaketen aus. Diese locken zwar mit einer hohen Leistung zu günstigen Preisen, haben oftmals jedoch einen kostspieligen Haken. Deshalb gilt: Genau hinsehen und bereits in der Heimat Tarife vergleichen.

    Manchmal kann es sich lohnen, direkt im Urlaubsland eine passende Prepaidkarte zu kaufen. Damit kann gerade bei Datentarifen Geld gespart werden. Viele Anbieter bieten auch Tages- oder Wochenpässe an, die für einige Länder ebenfalls in Frage kommen können.

    Wem das alles nicht sicher genug ist, der greift idealerweise auf die automatische Regulierung zurück. Die meisten Smartphones bieten die Funktion an, ab einem bestimmten Verbrauch die Leistung zu begrenzen oder die mobile Datennutzung komplett zu verhindern. Auch hier die Regel: Vorher informieren und dann eine Entscheidung treffen.

    Fremde Netze nutzen: Darauf muss geachtet werden

    Datenroaming kann in manchen Regionen sinnvoll sein. Oft ist es jedoch überhaupt nicht notwendig, denn viele Hotels, Bahnhöfe, Cafés und Bars bieten die Möglichkeit, kostenlos zu surfen. Die Hotspots sind meist zeitlich begrenzt nutzbar und sollten auch nicht für die Versendung von sensiblen Daten verwendet werden. Insbesondere Netze ohne Passwortschutz sind anfällig für die Ausspähung von Bankdaten oder anderweitigen Informationen.

    In der Lobby des Hotels lässt sich also oft komplett kostenlos auf das mobile Internet zugreifen. Wird das Smartphone jedoch gestohlen, können trotzdem hohe Kosten entstehen, weshalb hier Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen. Reisende sollten sich vor Antritt der Reise die Sperrhotline des Anbieters notieren und das Handy über diese Nummer sperren lassen, wenn es zu einem Diebstahl kommt.

    Die Tücken des Smartphones beim Roaming

    Wer die oben genannten Tipps beachtet, vermeidet die größten Stolperfallen beim Roaming im Ausland. Allerdings gibt es davon ab noch einige kleine Tücken, die Reisende im Auge behalten sollten. Einige Handys führen beispielsweise automatisch Software-Updates durch, aktualisieren Wetterinformationen oder verbinden sich mit der E-Mail-App. Dadurch entstehen mitunter hohe Kosten, weshalb entsprechende Funktionen in den Einstellungen deaktiviert werden sollten.

    Auf wichtige Reise-Apps muss jedoch nicht verzichtet werden. Einige Applikationen lassen sich nach dem Download auch im Offline-Modus nutzen und sparen so eine Menge Roaming-Gebühren.

    Sollte nach dem Urlaub dennoch eine hohe Kostenabrechnung eintreffen, gilt es, schnell zu handeln. Falsch entstandene Kosten können innerhalb von acht Wochen beanstandet werden und in vielen Fällen zeigen sich die Anbieter kulant. Das gilt auch für hohe Kosten, die auf einen Fehler des Reisenden zurückzuführen sind. Oft lässt sich hier ein günstiger Ausgleich erreichen, mit dem beide Seiten zufrieden sind. Besser ist es natürlich, die Roamings-Tipps zu nutzen und Fallstricke direkt zu umgehen.

    Titelbild © Lisa S. – shutterstock.com

    Categories: Allgemein

    Leave a Reply

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

    Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>