Ab welchem Alter ist ein Handy für Kinder sinnvoll?

Ab welchem Alter ist ein Handy für Kinder sinnvoll?

    Eltern haben ein sicheres Gefühl, wenn ihre Kinder mit einem Mobiltelefon unterwegs sind. In diesem Fall können sie bei einer Busverspätung oder bei anderen unvorhergesehenen Ereignissen anrufen. Ab welchem Alter macht ein Handy für Kinder Sinn?

    Handy bereits in der Grundschule?

    Die Grundschule umfasst in den meisten Bundesländern die ersten vier Schuljahre, in Brandenburg und Berlin abweichend sechs Klassen. Vor der fünften Klasse ist das Handy für die meisten Schulkinder nicht zwingend erforderlich, zumal der Weg zur Grundschule in Städten überwiegend zu Fuß zurückgelegt wird. Auf dem Dorf wohnende Kinder müssen hingegen den Bus für die Fahrt zum Unterricht nehmen. In diesem Fall sind Verspätungen und Busausfälle möglich, sodass ein eigenes Handy für Grundschulkinder Sinn macht. Empfehlenswert ist ein sogenanntes Notfallhandy, dessen Besonderheit darin besteht, dass sich nur die von den Eltern freigegebenen Telefonnummern anrufen lassen.

    Ein Handy ab der fünften Klasse ist sinnvoll

    Ab der fünften Klasse ist ein Handy für das Kind sinnvoll. Außer in Brandenburg und Berlin besucht es dann eine weiterführende Schule und hat in der Regel einen weiteren Schulweg als während der Grundschulzeit. Zudem besitzen fast alle Mitschüler ein Telefon, sodass Kinder ohne Handy leicht zu Außenseitern werden. Beim ersten eigenen Telefongerät sollte es sich um ein klassisches Handy handeln, mit dem das Kind telefonieren und Kurzmitteilungen schreiben kann. Zusätzliche Leistungen wie eine Kamera sollten Schulkinder mit ihrem Mobiltelefon erst nutzen können, wenn sie sich an den ursprünglichen Zweck des Gerätes gewöhnt haben.

    Welchen Tarif ist für das Handy eines Schulkindes ideal?

    Eine verbreitete Empfehlung lautet, dass Kinder ein Prepaid-Handy mit Minutenabrechnung oder mit einer begrenzten Anzahl an Inklusivminuten nutzen sollen. Auf diese Weise erwerben sie eine Vorstellung von den mit der Handynutzung verbundenen Kosten. Das ist grundsätzlich richtig, allerdings sind Flatrate-Tarife bei Discountern inzwischen so preiswert geworden, dass sie sich auch für das Kinderhandy eignen. Sie lernen damit nicht, dass je nach Vertrag jede Gesprächsminute Geld kosten kann. Dieser fehlende Lerneffekt ist vernachlässigbar, da sie spätestens als Jugendliche ohnehin eine Prepaid-Flatrate nutzen werden. Überfordert sind Kinder mit Tarifen, bei denen der Pauschalpreis nur für Anrufe in das eigene Netz gilt, sodass Eltern ihnen entweder eine Flatrate in alle Netze oder ausschließlich für das Festnetz spendieren sollten.

    Ein Smartphone für Kinder?

    Die meisten Kinder benutzen spätestens ab der Mittelstufe beziehungsweise ab der achten Klasse ein Smartphone. Wenn sie bereits Übung im Gebrauch eines schlichten Handys für Gespräche und Kurzmitteilungen haben, spricht nichts gegen die Anschaffung eines solchen. Eltern sollten mit ihren Kindern jedoch Nutzungszeiten für das Internet auf dem Smartphone absprechen. Unverzichtbar ist, dass sie darauf achten, dass der Nachwuchs die Handyregeln der Schule einhält. Viele Schulen verbieten die Handynutzung auf dem Schulhof, damit die Schüler sich während der Pausen unterhalten. Auch bei Klassenarbeiten sind Regeln einzuhalten, häufig müssen Mobiltelefone vor Beginn der Arbeit beim Lehrer abgegeben oder die Schultaschen, in welchen sich Handys befinden, für den Schüler unerreichbar an einer vorgegebenen Stelle innerhalb des Klassenzimmers platziert werden. Das Mitbringen eines Mobiltelefons darf die Schule hingegen nicht verbieten, wenn Eltern die Erreichbarkeit ihres Kindes auf dem Schulweg als notwendig bewerten.

    Titelbild © wrangler – shutterstock.com

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